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Die stillen Held: innen hinter manch einer Diagnose

15. Januar 2026

Denken wir an medizinische Versorgung, kommen uns meist Ärzt: innen und Pflegepersonal in den Sinn. Doch damit Behandlung überhaupt möglich wird, braucht es viele engagierte Hände im Hintergrund.

Am HAS sorgen Mitarbeitende aus Administration, Pharmazie, Technik und Reinigung jeden Tag dafür, dass der Spitalbetrieb funktioniert. Eine besondere Rolle spielt dabei das Labor – das Herzstück manch einer verlässlichen Diagnose.

Unter der Leitung von Rubnise Rosemane ist das Laborteam am HAS im Einsatz, um die täglich zwischen 150 und 200 Laboruntersuchungen zu bewerkstelligen. Rund um die Uhr ist jemand in Bereitschaft. Die Zahl der Patient: innen steigt stetig und die Arbeit geht nicht aus.

Viele Patient: innen kommen direkt ins Labor, um Blut abnehmen zu lassen. Ist jemand zu schwach oder nicht mobil, kommen die Laborant: innen ans Krankenbett – zuverlässig und einfühlsam.

Zwei teilweise automatisierte Geräte ermöglichen wichtige Untersuchungen wie etwa ein Blutbild oder Leberwerte. Dafür braucht es spezielles Testmaterial, das dank vorausschauender Planung meist rechtzeitig verfügbar ist. Viele weitere Analysen erfolgen jedoch manuell: Bis zu 60 Urinproben werden täglich mikroskopisch untersucht.

Ohne die Ergebnisse aus dem Labor wäre eine korrekte Diagnose – und damit die richtige Behandlung – oft nicht möglich.

Seit über 20 Jahren arbeitet Reynold im Labor des HAS. Mit seiner ruhigen, besonnenen Art nimmt er vielen Patientinnen und Patienten bei der Blutentnahme die Angst. Ebenso lange ist Guérold Teil des Teams. Seinem geschulten Auge entgeht bei der Mikroskopie kein Tuberkulose-Bakterium – eine Fähigkeit, die angesichts steigender Erkrankungszahlen Leben rettet.

Trotz Personalmangel, wachsender Arbeitsbelastung und schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen gibt das Laborteam jeden Tag sein Bestes. Es sind diese stillen Held: innen im Hintergrund, die sicherstellen, dass das HAS weiterhin für die Menschen im Artibonite-Tal da sein kann.

Zuverlässige Diagnosen dank moderner Infrastuktur

Das moderne Labor am HAS ist ein unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Versorgung. Täglich werden hier Hunderte von Untersuchungen an Blut und anderen Körperflüssigkeiten für stationäre sowie zahlreiche ambulante Patient: innen durchgeführt. Die Ergebnisse liefern den behandelnden Ärzt: innen eine entscheidende Grundlage, um Krankheiten sicher zu erkennen und schnell die richtige Therapie einzuleiten.

 

Das Labor unterstützt die Diagnose sowohl akuter Infektionskrankheiten als auch langfristiger und schwerwiegender Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Malaria und Tuberkulose – beides Infektionskrankheiten, die ohne frühzeitige und zuverlässige Diagnostik lebensbedrohlich verlaufen können – ebenso wie chronische Erkrankungen wie Diabetes.

 

Besonders wertvoll für diese Arbeit ist das SYSMEX XP 300 Hämatologie-Analysegerät, eine durch die SPHASH finanzierte neuere Anschaffung. Dieses moderne Gerät ermöglicht präzise und standardisierte Blutanalysen in kurzer Zeit. Gleichzeitig werden Fehler, die bei manuellen Auswertungen entstehen können, deutlich reduziert. So trägt das Analysegerät wesentlich dazu bei, Diagnosen zu verbessern, Behandlungen schneller zu beginnen und die Sicherheit der Patient: innen nachhaltig zu erhöhen.